Benita und Rafael berichten aus Peru

Von der beginnenden Kälte in Deutschland ist hier nichts zu spüren. Die schwüle Luft und die 28°C lassen einem die Kleider am Leib kleben, die Haut dunkler werden und einen den Winter komplett vergessen, dafür ist die Stimmung locker und ausgelassen. In dieser Stadt hinter den Anden, in die wir offen Willkommen geheißen wurden, vergeht die Zeit wie im Flug.

Unser Eindruck von der Natur hier ist, dass in diesem Schlaraffenland , in dem anscheinend jede tropische Frucht wächst, doch stark mit der chemischen Keule hantiert wird, sodass der ökologische Schulgarten eine wunderbare Alternative darstellt und die Kinder mit gesundem Gemüse versorgt und das Bewusstsein für den natürlichen Anbau von Gemüse fördert. Besonders schmeckt uns Huacatay, das ist ein Kraut, welches vor allem bei der Zubereitung von Kartoffeln verwendet wird. Die Eltern und Schüler sind auch immer fleißig und helfen bei der vielen Arbeit im Garten, sei es Unkraut jäten, säen oder den Kompost zu sieben. Hierfür haben wir eine neue Siebkonstruktion gebaut, die das Sieben erleichtert und beschleunigt.

Neben der Arbeit im Garten geben wir an zwei Tagen pro Woche Sportunterricht für die erste bis sechste Klasse. Hier liegt unser Focus vor allem darauf die fußballfanatischen Kinder in weiteren Team- und Ballsportarten zu unterrichten, um mehr Abwechslung zu erreichen und die sportlichen Kompetenzen auszubauen.

Raphael hat aus Deutschland Malabares (Jonglierbälle) und Diabolos (die wir vor den Kindern lieber als „Kreisel“ bezeichnen) mitgebracht, welche wir gerne in die Sportstunden einbeziehen, um die Koordination und die Motorik zu trainieren. Wenn die „Großen“ ihre Runden auf dem mit Hütchen und Hindernissen ausgestatteten Parkour drehen oder mit den „Kreiseln“ spielen, sehen die „Kleinen“ mit großen Augen zu und würden am liebsten selbst teilnehmen.

Zusätzlich zu dem Unterricht der bereits vorhandenen Lehrerin geben wir für die 4. bis 6. Klasse weitere Stunden, damit haben die Schüler insgesamt 4 Unterrichtsstunden Englisch pro Woche. Das geht bis jetzt sehr gut und die Kinder sind fleißig am Lernen und freuen sich, wenn sie Fragen auf Englisch beantworten können. Wir versuchen vor allem die mündliche Anwendung der Sprache mit den Kindern zu üben.

Gerade stecken wir fleißig in den Vorbereitungen für die große „Pollada“. Ein Fest der Schule, bei dem viele Menschen die „Villa Para Todos“ durch den Kauf von gebratenem Hänchen unterstützen. Wir freuen uns auf die geplanten Fußballspiele, leckeres Pollo und eine ausgelassene Zeit mit guter Cumbia-Musik.

Zum Ende des Schuljahres geben noch einmal alle ihr Bestes bevor sie in die langen Ferien starten können.

Liebe Grüße aus Nueva Cajamarca

Raphael und Benita und das gesamte Lehrer Team

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