Rafael’s Bericht aus Peru

Hallo, hier ein kleiner Bericht über meine Zeit in Nueva Cjamarca. -Für alle die sich fragen, was die Voluntario*as vor Ort erwartet.

 

Nach der Schulzeit erstmal etwas ganz anderes, möglichst weit entferntes erleben, dass waren meine Ideen für die Zeit nach dem Abi. Eher durch Zufall bin ich auf die NGO gestoßen und saß plötzlich Ende August im Flieger nach Peru. Ankunft in Lima -einer Stadt die so laut wie groß ist und in deren Hektik man nach einem 12Stunden Flug ein bisschen verloren geht; hier beginnt das Abenteuer.

Nach drei Tagen Aufenthalt und etwas rumsuchen mit Kommunikationsproblemen (ich empfehle mindestens ein Chrash-Kurs in Spanisch) war ich auf dem Weg nach Nueva Cajamarca. Nun nur noch 28 Stunden im Bus und man findet sich nach Überqueren der Anden in tropischem Klima wieder, im Gegensatz zu dem im August relativ kühlen Lima.
Nach herzlicher Begrüßung sah ich am nächsten Tag die Schule, die ich für die nächsten vier Monate jeden Morgen betreten würde.Mein Plan für ein Projekt an der Schule war eigentlich Akrobatik und Artistik in einem Zirkusworkshop mit den Kindern zu machen, da ich dies bereits mit kleineren Schüler an unserer Schule gemacht hatte.

Nachdem sich aber herausstellte, dass aufgrund Lehrermangels die Sportstunde nicht unterrichtet wurde und eher ein Rumgebolze der Jungs auf das Tor war und die Mädchen sich mit schaukeln begnügten beschloss ich die Sportstunde zu übernehmen und fand mich plötzlich als Sportlehrer für vier
verschiedene Klassen wieder. Nun hieß es sich zu erinnern wie früher der Sportunterricht in der eigenen Schule strukturiert war, Kreis bilden, Begrüßung, Plan und Sport.

Mit der wenigen Ausrüstung vor Ort war es nicht gerade leicht z.B. einen Parkur umzusetzen, man musste jedes Spiel an die Umgebung anpassen, dann aber klappte der Unterricht super-nur der Regen verwandelte immer wieder alles in Matsch. Generell bewirkt die Regenflut von vielleicht 10 Minuten einen allgemeinen Stopp von jeglicher Tätigkeit.

Nach zwei Wochen ging es mit dem Spanisch schon besser und der Direktor fragte mich, ob ich noch mit den Klassen 4,5,6 noch eine zusätzliche Stunde Englisch machen könnte. Mithilfe der bereits vorhandenen dicken Englisch Materialorder von vorigen Voluntaria*os kann man sich Aufgabenblätter
zusammenbasteln und eine Stundenablauf erstellen. Durch Vorbereitung jeweils am Tag zuvor ging der Unterricht, -ich war selbst überrascht, sehr gut.
Nach der Schule gibt es Essen bei der Familie des Direktors. Zum schlafen war ich in einem externen Haus untergebracht aber zum Essen und auch sonst verbringt man viel Zeit bei der Familie, die einen sehr herzlich integriert.

Neben der Vorbereitung hat man am Nachmittag viel Zeit für sich, man kann im Garten helfen, mit den Kindern der Familie zum Fluss fahren, lesen und in die Stadt gehen. – Nur joggen würde ich wegen der vielen Hunde nicht empfehlen.

Da es um 6 dunkel wird vergehen die Tage wahnsinnig schnell und es wird einem sicher nicht langweilig. Am Wochenende habe ich meistens einen Tagesausflug rund um Nueva Cajamarca unternommen. Das
hilft einem auch das System aus Motocar, Taxi, Combi und Bus zu durchschauen.

Mit dem Abschluss des Schuljahres kurz vor Weihnachten machte ich mich auf, Peru von Norden nach Süden zu durchkämen. Meer, Strand, totes Land mit Ölbohrern, Wüste, Berge, Schnee, Gletscher, Dschungel und Hitze -Aufgrund der vielen verschieden Klimazonen wirkt es als würde man nicht nur ein
Land, sondern einen ganzen Kontinent bereisen.

Vielleicht gibt das Einen kleinen Eindruck, was euch in Peru erwartet und ich wünsche euch Viel Spaß
dabei.
Raphael

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