Kaffee zum Jubiläum und ein Revolutionär im Präsidentenamt

Der Kaffee ist da. Letzte Woche sind drei Paletten unseres Hochlandkaffees Perusco nach langer Schiffsfahrt über den Atlantik und einem kurzem Abstecher beim Röster in Bräunlingen angekommen. Eine erste Tasse Kaffee haben wir alle schon getrunken und er schmeckt wieder hervorragend. Wir freuen uns über Bestellungen, gerne auch Großbestellungen. Das Päckchen (Gemahlen oder ganze Bohne) kostet 10€. Wir verschicken die Päckchen für 5€ über Hermes und ab 6 Päckchen für 10€. Gerne per E-Mail bestellen.

­ Happy Birthday liebe Schule „Villa Para Todos”. Seit acht Jahren gibt es nun offiziell die Schule schon im neuen Bau. Der Förderverein konnte diesen Sommer das 15-jährige Bestehen feiern. Die Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern haben sich ganz besonders viel Mühe gegeben um ein angemessenes Schulfest zu feiern – trotz Corona. Auch in Peru gelten immer noch Einschränkungen die ein Fest im gewohnten Stil nicht ermöglichen. Gemäß dem Zeitgeist und dank der gewohnten Kreativität und Leidenschaft unserer Partner*innen wurde daher kurzerhand ein virtuelles Schulfest ausgerichtet und live in Facebook übertragen, wo es auch heute noch abrufbar ist. https://www.facebook.com/ieppa.villaparatodos.1

Das dreitägige Programm enthielt neben Beiträgen der Kinder wie Poetry und Gesang, auch einen traditionellen Huayno-Tanzwettbewerb an dem die Eltern teilnehmen konnten und sichtlich Spaß hatten. Zudem wurden für die Eltern drei Workshops zu den Themen „Aufwachsen in der Familie”, „Gott hat die Zeit erfunden – der Mensch die Eile” und „Gesunde Ernährung und Bioproduktion” angeboten. Fast 2000 Facebook-Aufrufe unter den Videos bestätigen den Erfolg dieses Formats. Dennoch hoffen wir, dass auch in Peru bald mehr Normalität zurück kommt.
­ Im Juli hat Peru einen neuen Präsidenten gewählt. Es waren turbulente Zeiten und es tritt nun der fünfte Präsident binnen fünf Jahren an, die meisten sind wegen Korruption nicht mehr im Amt. Pedro Castillo ist der erste Quechua-sprechende, indigene Bauer, Dorflehrer und Gewerkschafter in Perus 200-jähriger Geschichte, der das Land regiert. Die Mehrheit der peruanischen Bevölkerung hat indigene Wurzeln, ist in Politik und Wirtschaft jedoch weit unterrepräsentiert.

Castillo will vor allem eins, das Gesundheitssystem reformieren, bessere Bildung, mehr Unterstützung für kleine und größere landwirtschaftliche Betriebe, statt ein Ausverkauf von Landfläche und bis zum Jahresende sollen 60 Prozent der Peruaner*innen durchgeimpft sein. Er will auch gegen die Gewalt in Peru gegen Frauen vorgehen. Er will auch nach genau 200 Jahren Unabhängigkeit von Spanien ein starkes Zeichen gegen Kolonialismus setzen und gar nicht erst in den mächtigen Präsidentenpalast einziehen, sondern daraus ein Museum machen. Damit will er dem größten Teil der Bevölkerung wieder die Würde zurückgeben. Indigene Bevölkerungsgruppen wurden während der Kolonialzeit getötet und versklavt.

Der Umkrempler im Präsidentenamt wird es schwer haben, seine engagierte Vision durchzubringen, denn die starke Rechte im Parlament arbeitet schon an einem Amtsenthebungsverfahren, bevor er richtig vereidigt wurde.
Quelle: FAZ, 2021

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